Das Industrial Internet of Things – Treiber der digitalen Transformation

Das Industrial Internet of Things – Treiber der digitalen Transformation

    Die digitale Transformation der Industrie schreitet voran. Eine besondere Rolle spielt dabei das Industrial Internet of Things (IIoT). Das Marktforschungsinstitut forsa hat anhand des Status Quo der Industrie den Einsatz dieser Technologie untersucht.

    Das IIoT nimmt eine Schlüsselfunktion in der digitalen Transformation ein – 60% der Befragten betrachten IIoT als wichtigste Technologie, noch vor big Data (46%), Künstlicher Intelligenz (36%) und Blockchain (10%). Das bestätigt eine forsa-Studie im Auftrag des IIoT-Anbieters Relayr.

    Wie wird das IIoT eingesetzt?

    Das Industrial IoT ist eine Unterkategorie des IoT. Beim IIoT steht nicht die Orientierung am Verbraucher im Vordergrund, sondern vielmehr die Anwendung im Bereich der industriellen Produktion. Ziel von IIoT-Technologien ist die Steigerung der betrieblichen Effizienz, das Reduzieren von Produktionskosten und das schnelle und leichter zugängliche Etablieren neuer Geschäftsmodelle.

    Durch IIoT-Anwendungen können auf der Basis spezieller Sensoren Daten gesammelt werden. Anhand dieser Daten analysieren die Unternehmen, wie effektiv die einzelnen Industrieanlagen arbeiten, wieviel Rohstoffe verbraucht werden und wie sich die Anlagen optimieren lassen.

    Chancen und Herausforderungen des IIoT

    Die Effektivität von Produktionsabläufen und das ressourcenschonende Arbeiten ist der größte Vorteil dieser Technologie.

    Automatisierte Produktionsprozesse und intelligente Maschinen ermöglichen einen deutlich reibungsloseren Ablauf, erhöhte Kapazitäten und weniger Störungen.

    Im Gegensatz zur klassischen Industrie können Produkte mithilfe der IIoT-Technologien preiswerter produziert werden. Insbesondere deshalb, weil die Produkte anhand rein digitaler Vorgaben designt, entwickelt und hergestellt werden.

    Der Einsatz des Industrial Internet of Things bringt jedoch auch größere Herausforderungen und Probleme mit sich. Bisher fehlt es an allgemeingültigen, herstellerunabhängigen Standards. Die Geräte der unterschiedlichen Hersteller sind demnach häufig nicht kompatibel.

    IIoT-Technologien setzen darüber hinaus eine so große Menge an Daten voraus, dass der Einsatz von Big-Data-Anwendungen vonnöten ist. Damit einher geht ein erhöhter Aufwand für das Verarbeiten und Speichern der Daten. In diesem Zusammenhang müssen demzufolge neue Vorkehrungen gegen Sicherheitsprobleme und Datenlecks getroffen werden.

    Unternehmen müssen bei der Einführung von IIoT-Technologien außerdem mit externen Partnern kooperieren. Denn häufig fehlen in den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte. Eine weitere Hürde stellt die fehlende IT-Infrastruktur der Betriebe dar.

    Das IIoT – Technologie mit Potential

    Trotz der Herausforderungen in der Umsetzung sehen die meisten Industrieunternehmen großes Potential in den IIoT-Anwendungen. Jedes zweite Unternehmen nutzt laut Studie IIoT bereits in der Arbeitspraxis.

    Das IIoT kann auf vielfältige Weise und in ganz unterschiedlichen Bereichen genutzt werden. Derzeit kommt es besonders häufig bei der Datenanalyse anhand von Sensordaten an Maschinen und Anlagen zum Einsatz: 84 % der Unternehmen setzten das IIoT in dieser Funktion ein.

    Die Technologien in Verbindung mit dem IIoT werden in Zukunft wohl noch mehr Bedeutung erlangen: Über die Hälfte der Unternehmen, die das IIoT derzeit nicht einsetzen, planen die Einführung in den kommenden Jahren.

    Eine große Mehrheit der Unternehmen mit IIoT-Erfahrung (79%) bewertet laut Studie den Nutzen als positiv.

    Das IIoT ist die Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation. Beim Etablieren dieser Technologie müssen sich Unternehmen mit den Herausforderungen des Fachkräftemangels und der Investition in neue digitale Infrastrukturen auseinandersetzen.